Akt in Allgäuer Bergen

Beim Stöbern im Internet nach Inspirationen bin ich auf den Fotografen Ryan McGinley gestoßen und Aktfotos, die mich nicht mehr losgelassen haben. Und je mehr der Bilder ich mir angeschaut habe, desto größer wurde mein Wunsch, ebenfalls natürliche Aktfotos, jenseits von vorgegebenen Schönheitsidealen und Beautyretusche zu machen. Die wunderschöne allgäuer Natur und die wunderschönen Menschen dieser Erde sollten doch genau das haben, was ich dafür brauchte. So ergab es sich, dass ich auf einer Wanderung irgendwo unterhalb des Beslers meine Begleitung fragte, ob sie nicht Lust hätte, an genau diesem Projekt teilzunehmen. Und ich hatte Glück, denn sie sagte ja! Und so kann ich heute das erste Bild dieser neuen Serie vorstellen.

Akt in den Allgäuer Bergen | Besler

Aussicht auf den Riedbergpass

Ich suche aktuell noch nach weiteren Menschen, die sich in der Natur so zeigen wollen, wie Gott oder Göttin sie geschaffen hat. Grundgerüst soll immer die Natur sein. Dazu ein Portion Lebensfreude und schönes Licht. Vermischt mit Offenheit und Freude sollten dann fast schon automatisch einzigartige Bilder entstehen. Modus ist TfP (Time for Print), d.h. sowohl Model als auch Fotograf erhalten Bilder, ohne dass Geld ausgetauscht wird.

Schafsherde im Allgäu

An dem gestrigen wunderschönen Sommerabend wurde auf der Straße direkt vor unserem Haus eine Herde Schafe vorbei getrieben. Bis ich die Kamera aus dem Zimmer geholt hatte, waren sie schon auf den Feldweg zur ihrer neuen Weide abgebogen und ich konnte sie nur noch von hinten fotografieren. Dank des goldenen Abendlichts ist mir dennoch eine schöne Aufnahme gelungen. Das Allgäu bietet einfach Natur pur!

Schafsherde im Abendlicht | Allgäu

Feuerwehrübung Rottach

Vor ein paar Wochen standen einige Feuerwehrmänner in unserem Haus in Rottach und fragten, ob sie nicht eine der Gemeinschaftsübungen der Feuerwehren Rettenberg in unserem Stadel machen könnten. Feuerwehr, Action, Wasser. Immer her damit dachten wir uns und luden sie herzlich ein. Am vergangenen Freitag war es dann so weit. Um 18 Uhr bereiteten die Kommandanten das Szenario vor. Der Stadel wurde vollgenebelt und die Verletzten versteckt. Um 19:30 ging der Notruf raus und keine drei Minuten später stand der erste Wagen auf unserem Grundstück. Dann ging es zack zack, eine Wehr nach der anderen traf ein und wir waren begeistert von der Koordination und Absprache zwischen den einzelnen Gliedern der Rettungskette. Auch die Kommandanten waren zufrieden und so gab es zum Abschluss gemeinsames Biertrinken und Leberkäsessen in Freidorf zu dem auch wir eingeladen waren. Ein voller Erfolg!

Feuerwehrübung

Feuerwehrübung

Feuerwehrübung

Feuerwehrübung Kommandanten

Feuerwehrübung

Feuerwehrübung Helme der Verletzten

Feuerwehrübung Portrait

Feuerwehrübung Bergung

Feuerwehrübung

Feuerwehrübung Wasserschlacht

Feuerwehrübung Wasserschlacht

Wasserschlauch

Feuerwehrübung Nachbesprechung

WG

Blau blau blau sind alle meine Kleider

Beschwören kann ichs nicht, da die Protagonistin dieses Fotos so schnell verschwunden war, dass ich sie nicht fragen konnte, ob sie auch noch Kleider in anderen Farben hat. Farblich passend war sie jedoch ohne Zweifel angezogen. Da die offizielle Kleidungsauswahl in Kuba sehr beschränkt ist, gibt es mittlerweile viel privaten Import. Wer kann reist mit leeren Reisetaschen aus und kommt mit vollen wieder. Ein gutes Nebeneinkommen wie wir gehört haben. So gelangen auch die Kubaner an die aktuell angesagten Klamotten von Adidas und Co.

Heiß und Blau | Trinidad, Kuba

 

Eine Sache die uns wahnsinnig gut gefallen hat in Kuba: Selbstbewusstes Auftretreten hat nichts mit westlichen Schlankheits- oder Muskulösitätsidealen zu tun.

Oldtimer Kuba

Ein zentraler Teil des Lebensgefühls in Kuba wird natürlich von den alten, immer und immer wieder geflickten Oldtimern vermittelt. Chevrolets, Pontiacs, Plymouth in allen erdenklichen strahlenden Farben. Manche sind wahre Kunstwerke, andere werden immer gerade soweit instand gehalten, dass sie mit möglichst wenig Pannen von A nach B kommen. Das Reisen in den Sehenswürdigkeiten gestaltet sich zunächst als abenteurlich und aufregend. Alles wackelt und schwimmt. Die durchgehenden Bänke ohne Gurte sind ein wahres Highlight. Irgendwann gesellt sich zu dem Gefühl der Freude jedoch auch Ärger über die stinkenden und lauten Umweltverschmutzer. In den letzten Jahren soll selbst Castro sich für sauberere Alternativen eingesetzt haben.

Wirklich erschreckend sind die Preise auf dem Automarkt. Ein mehr oder weniger OK da stehender Oldtimer soll für 10 000 USD zu haben sein. Ein Gebrauchtwagen neuerer Herstellung, den ich hier für 3 000 Euro kaufen kann, soll in Kuba nicht unter 50 000 zu bekommen sein. Ich habe bis heute nicht herausgefunden, ob es wirklich an dem Embargo gegen Kuba liegt, oder ob es doch noch andere Hintergründe gibt. Was ich auf jeden Fall sagen kann: Ich habe mich unendlich glücklich gefühlt, wieder auf den gut gepolsterten Kissen meines eigenen Autos zu sitzen.

Chevrolet im Sonnenuntergang | Cienfuegos, Kuba

Oldtimer im Sonnenuntergang | Cienfuegos, Kuba

Oldtimer am Straßenrand | Cienfuegos, Kuba

Und immer wieder anschieben | Sancti Spiritus, Kuba

Oldtimer mit Anhänger | Cienfuegos, Kuba

Oldtimer nachts am Strand | Playa larga, Kuba

9 Sitzer als Sammeltaxi | Playa larga, Kuba

Abchillen im Oldtimer | Playa larga, Kuba  Pontiac am Strand | Playa larga, Kuba

Pontiac Kühlergrill | Playa larga, Kuba

Color Explosion

Auf der letzten Party auf unserem Hof ist das erste Testfoto so richtig in die Hose gegangen. Und ich habe ein einzigartiges Foto erhalten. Besser als das Foto hätte ich die Party nicht beschreiben können: bunt, beschwingt, fröhlich, intensiv und ein bisschen schräg. I love it.

ColorExplosion | Allgäu

Übersicht über die Kategorien

Ich habe es endlich geschafft ein Feature zu integrieren, an das ich schon lange gedacht habe: Eine Übersicht über die Kategorien meiner Seite, so dass man leichter die entsprechenden Fotos findet. Die Schlagwortwolke findet ihr auf der Seite Sonstiges. Ich hoffe diese Seite ist damit noch besser nutzbar.

 

Homeshooting Patrizia Allgäu

Nach langer Zeit habe ich es wieder einmal geschafft, ein geplantes Foto-Shooting durchzuführen. Seit Ende Februar stand ich schon in Kontakt mit Patrizia und immer wieder wollte es mit den Terminen nicht klappen. Aber jetzt!

Fürs Fotografieren nutzten wir die wunderbare Kulisse unseres urigen allgäuer Hofes in Rottach. Den Ofen schön eingeheizt, frischer Cappuccino, und es konnte losgehen mit dem Homeshooting in angenehm warmer Atmosphäre.

Homeshooting Patrizia | Allgäu

Homeshooting Patrizia | Allgäu

Homeshooting Patrizia | Allgäu

Homeshooting Patrizia | Allgäu

Homeshooting Patrizia | Allgäu

Homeshooting Patrizia | Allgäu

Homeshooting Patrizia | Allgäu

 

Kleine Umzugs- und Neustylingsphasen waren natürlich wichtig und auch der Blick in den Spiegel durfte nicht fehlen.

Homeshooting_Boudoire_Allgaeu-Patrizia-Making-Of

Homeshooting_Boudoire_Allgaeu-Patrizia-Makin-Of-Spiegel

Homeshooting_Boudoire_Allgaeu-Patrizia-Deko

Homeshooting_Boudoire_Allgaeu-Patrizia-Anziehen

Homeshooting_Boudoire_Kempten-Patrizia-Stulpen

Homeshooting_Boudoire_Allgaeu-Patrizia-Hemd-Ganzkoerper

Homeshooting_Boudoire_Allgaeu-Patrizia-Augen  Homeshooting_Boudoire_Allgaeu-Patrizia-Tuere

 

Gegen Ende des Shootings zeigte sich endlich die Sonne wieder einmal und wir nutzten die Gelegenheit für einen Locationnwechsel in unseren verwunschenen Garten. Dort entstanden die folgenden Portraits.

Homeshooting_Boudoire_Kempten-Patrizia-Garten

Homeshooting_Boudoire_Kempten-Patrizia-Sonne

Homeshooting_Boudoire_Kempten-Patrizia-Blumen

Homeshooting_Boudoire_Kempten-Patrizia-Outdoor

Homeshooting_Boudoire_Kempten-Patrizia-Tuer

 

Vielen Dank Patrizia für das entgegengebrachte Vertrauen und hoffentlich bis zum Nächsten Shooting!

Selfie Christian Patrizia | Allgäu

Portraits Kuba

Während unserer Kuba-Reise bin ich immer wieder mit Kubanern in näheren Kontakt gekommen. Dabei waren vor allem die Älteren aufgeschlossen und interessiert. Auf die Frage, ob es sie stören würde, wenn ich ein Portrait von ihnen machen würde, erhielt ich stets die Antwort „warum sollte mich das stören?!?“. In anderen lateinamerikanischen Ländern wie Peru oder Kolumbien waren die Menschen da deutlich zurückhaltender und wollten oft Geld, da sie schon so oft von irgendwelchen Touristen ungefragt abgeschossen wurden.

In der Big Bang Cafeteria in Cienfuegos aßen wir das beste Frühstück während der gesamten drei Wochen in Kuba. Es gab frisches Obst und Säfte, Waffeln, überbackene Brötchen, Kaffee, alles. Bedient wurden wir von der immer fröhlichen Susanna.

Portrait Kellnerin | Cienfuegos, Kuba

 

Von Anfang an war ich fasziniert von den kleinen Tiendas, den Läden in denen die lokale Bevölkerung die Sachen für den täglichen Bedarf in lokaler Währung kaufen. In mindestens jeden zweiten Laden musste ich hineinschauen und das Angebot evaluieren. Oftmals standen Regale leer oder enthielten nur ein Produkt. Nahezu immer gab es Flaschen des lokal hergestellten Rums für umgerechnet 3-4 Euro. Und die Ladenbesitzer waren immer Unikate. Den folgenden Ladenbesitzer traf ich bei Sonnenuntergang beim Wischen seines Ladens an. Gerne unterbrach er seine Arbeit und bot mir einen Schluck Rum an. Gerne sagte ich zu und er schenkte aus einem großen Kanister ein.

Portrait Ladenbesitzer | Sancti Spiritus, Kuba

 

Reparaturen gehören in Kuba zum täglichen Leben wie Essen und Trinken. Immer geht etwas kaputt. Immer kann es irgendwie repariert werden. Hier auf dem Bild ist ein Universitäts-Dozent zu sehen, wie er sein betagtes Gefährt wartet. Er sprach mich an, da er meinte, in mir einen der Austauschstudenten der Hochschule wiedererkannt zu haben, dem er Tags zuvor auf dem Campus geholfen hatte.

Portrait Mechaniker | Sancti Spiritus, Kuba

Klettern auf Kuba

Eine der wenigen im Voraus sicheren Aktionen auf Kuba war klettern in den Kalkfelsen von Viñales. Die nähesten Gebiete sind bequem zu Fuß vom Dorf aus erreichbar. Vorbei an den Tabakfeldern und den Touristengrüppchen gelangt man über eine kleine Farm zu den Mogotes, den charakteristischen Karstkegeln. Das erste Mal bekam ich den wunderbar griffigen Fels zufällig oder durch eine höhere Fügung in die Finger. Bei der ersten Erkundungstour trafen wir ein kubanisches Pärchen, die uns gleich einluden, doch auch mal eine Rute zu klettern.

Klettern | Viñales, Kuba

Rückweg vom Fels | Viñales, Kuba

Ochsengespann | Viñales, Kuba

Auf dem Rückweg gab es leckere Cocktails auf der Farm neben zwei mäßig motiviert drein schauenden Ochsen.

Für den nächsten Klettertag verabredeten wir uns mit dem Nachbarn unserer Casa Particular, zufällig eine der Klettergrößen des Ortes. Da wir Schuhe und Gurt aus Deutschland mitgebracht hatten, liehen wir uns nur noch ein Seil, das sich zusammen mit vielen verschiedenen anderen Spenden aus dem Ausland in einem Schuppen vor den Wänden des Gebiets fand und auf den alle lokalen Kletterer Zugriff haben. Bewacht wurde der Schuppen von einem tapferen kleinen Kläffer, natürlich im Klettergurt angeseilt!

Auch der Hund darf Klettern | Viñales, Kuba

Kletterausrüstung | Viñales, Kuba

Zusammen gingen wir zum Sektor Cueva de la vaca und mein Herz schlug mit jedem Zug eine Stufe höher! Was für ein wunderbarer Fels und welche Aussicht über die Tabakfelder.

Zustieg Cueva de la  vaca | Viñales, KubaVinales

Klettern in der Cueva de la vaca, 6a | Viñales, KubaVinales

Ausblick von der Wand | Viñales, Kuba