Nicht mehr arm

Hola,

damit hier kein falscher Eindruck entsteht, will ich nochmals bekräftigen, dass mein „Armutsprojekt“ beendet wurde. Ich lebe wieder aus den vollen, immer darauf bedacht, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen guter Qualität, aber nicht den verwöhnten Gringo raushängen lassen zu finden.
Beweis: Letzten Sonntag gabs Dampfnudeln mit Pfirsichfüllung und Vainillesoße (die allerdings noch verbesserungsbedürftig war) und außerdem machte ich eine Mangomarmelade (1,5 kg frische Mango brutto und 1 kg braunen Zucker 20-25 Minuten köcheln lassen und umrühren. Lecker!)

Eigentlich sollte es ja Mango-Maracuya werden, aber letztere waren leider auf dem gesamten Markt ausverkauft… Nächstes Mal 🙂

Diesen Sonntag gab es dann Canneloni mit Spinat-Ricotta- sowie Tomaten-Füllung, überbacken mit Mozzarella (der leider nicht so gut wie in Deutschland ist). Anschließend buk (!) ich meine ersten Laugenbrezeln meines Lebens. Dafür bin ich zufrieden!

Rezept: Hefeteig zu Brezeln formen, Salz aus Maras drauf, in kochendes Wasser mit weißem Pulver für 20 Sekunden (wird hier als Soda verkauft, dürfte in Deutschaland sowas wie Kaisernatron sein, bin mir aber nicht sicher :)) und dann nochmal 25min in den Ofen.

UPDATE 25.04.2012

Gesten gabs Semmelknödel mit Blaukraut 🙂

Ausgabenliste 13.02.-19.02.

Ein Euro sind ca. 3,50 Neuvo Soles 🙂

  • Montag :
    • Frühstück: Porridge (Vorrat)
    • Mittag: Nudelmischmaschgericht (im Kinderdorf)
    • Abend: Reis mit grünen Bohnen an Milch-Senf-Soße (2,00 Soles)
  • Dienstag:
    • Frühstück: zwei Brötchen (0,5 Soles)
    • Mittag: Reissuppe, Kartoffeln mit Salat (im Kinderdorf)
    • Abend: Reis mit grünen Bohnen an Milch-Senf-Soße (vom Vovorrtag
  • Mittwoch:
    • Frühstück: zwei Brötchen (0,5 Soles)
    • Mittag: Spaghetti mit Tomatensoße (3,40 Soles)
    • Abend: Gemüselasagne (Einladung)
  • Donnerstag:
    • Frühstück: Müsli (0,4 Soles)
    • Mittag: Reis mit Kürbismischmasch (Kinderdorf)
    • Abend: Spaghetti mit Tomatensoße (Vortag)
  • Freitag:
    • Frühstück: zwei Brötchen (0,5 Soles)
    • Mittag: Bananen-Orangen-Saft (0,3 Soles), Spinatküchle mit Kartoffeln (Kinderdorf)
    • Abend: Arroz a la cubana (0,5 Soles)
  • Samstag:
    • Frühstück: 2 Brötchen (0,5 Soles)
    • Mittag: Menü in einem vegetarischen Restaurant (4 Soles)
    • Abend: Spaghetti mit Tomatensoße (Einladung)
  • Sonntag:
    • Frühstück: 2 Brötchen (0,5 Soles)
    • Mittag: Quinoa-Salat (5 Soles)
    • Abend: Quinoa-Salat
  • Gesamtausgaben: 18,10 Soles

Damit ist der Monat und das Projekt abgeschlosssen und ich habe von insgesamt 142,50 Soles (umgerechnet ca 40 Euro) gelebt. An verschiedenen Stellen habe ich schon angemerkt, dass dies sicher in der Qualität nicht möglich gewesen wäre, hätte ich nicht das Essen im Kinderdorf gehabt. Entscheidende Faktoren wie Mietkosten und Internet wurden ebenfalls nicht mit einberechnet. In der letzten Woche musste ich mir einen neuen Gasballon kaufen (36 Soles), der allerdings für mich alleine für gut 3 Monate reicht.
In einem weiteren Artikel werde ich noch eine etwas detalliertere Reflexion meines Projektes schreiben. Für jetzt kann ich sagen, dass ich froh bin, dass ich wieder Schokolade und Bier kaufen kann, wie ich lustig bin 🙂

Ausgabenliste 06.02.-12.02.

Ein Euro sind ca. 3,50 Neuvo Soles 🙂

  • Montag :
    • Frühstück: Porridge (Vorrat)
    • Mittag: Reis mit Linsen (im Kinderdorf)
    • Abend: Nudeln mit Tomaten-Zuccini-Soße (2,20 Soles)
  • Dienstag:
    • Frühstück: Porridge mit Banane (0,2 Soles)
    • Mittag: Papa Rellena (Gefüllter, fritierter Kartoffelbrei; 0,5 Soles); im Kinderdorf Mangoldküchle mit Kartoffeln
    • Abend: Nudeln mit Tomaten-Zuccini-Soße (vom Vovorrtag
  • Mittwoch:
    • Frühstück: Porridge mit Banane (0,2 Soles)
    • Mittag: Arroz a la cubana (Reis mit Banane und Spiegelei; 4 Soles)
    • Abend: Überbackene Zuccini (Einladung
    • Sonstiges: Bier (8 Soles), Brötchen (0,50 Soles)
  • Donnerstag:
    • Frühstück: Porridge mit Banane (0,4 Soles)
    • Mittag: Pommes (4 Soles)
    • Abend: Kartoffelpuffer mit Ratatouille (4,50 Soles)
  • Freitag:
    • Frühstück: Porridge mit Banane (0,2 Soles)
    • Mittag: Kartoffelpuffer (vom Vortag)
    • Abend: Kässpätzle (14,50 Soles; da 1/2kg Käse 10 Soles kosten…)
  • Samstag:
    • Frühstück: nix
    • Mittag: Kässpätzle (vom Vortag)
    • Abend: Pfannkuchen mit Tomaten-Käse-Füllung (4 Soles)
    • Sonstiges: Banenenmilch (1,5 Soles, bei der ich leider Zucker mit Salz verwechselt habe…)
  • Sonntag:
    • Frühstück: Pfannkuchen
    • Mittag: Nudeln mit Zwiebel-Paprika-Oliven-Käse-Milch-Soße (Gastfamilie)
    • Abend: Pfannkuchen
  • Gesamtausgaben: 44,70 Soles

Damit bin ich schon wieder über meinem Wochenbudget, aber wenn ich es schaffe, in der kommenden Woche nur 25 Soles auszugeben, dann ist das Gesamtziel geschafft 🙂

Ausgabenliste 30.01.-05.02.

Ein Euro sind ca. 3,50 Neuvo Soles 🙂

  • Montag :
    • Frühstück: frischer Orangen-Bananensaft (1 Sol)
    • Mittag: Getreidemischmaschdingsdas (im Kinderdorf)
    • Abend: Gemüsecurry (vom Vortag)
  • Dienstag:
    • Frühstück: frischer Orangen-Bananensaft (1 Sol)
    • Mittag: Papa Rellena (Gefüllter, fritierter Kartoffelbrei; 1 Sol); im Kinderdorf Kürbisspinatküchle mit Reis
    • Abend: Gemüsecurry (vom Vovorrtag) und Chili sin carne (5 Soles)
  • Mittwoch:
    • Frühstück: Gebäck 1 Sol
    • Mittag: Saltado (Gemüse, Tofu, Pommes und Reis; von der Gastfamilie)
    • Abend: Nudeln (1,20 Soles) mit Tomatensoße (1/2 Kg; 1,5 Sol)
    • Sonstiges: 2,5l Wasser (3 Soles)
  • Donnerstag:
    • Frühstück: 1 Banane (0,2 Soles)
    • Mittag: Nudeln (vom Vortag)
    • Abend: Apfelkuchen (1 Sol)
    • Sonstiges: Klopapier (12 Soles), Bier (5 Soles), Fruchtgetränk (1 Sol)
  • Freitag:
    • Frühstück: nada
    • Mittag: Mangoldküchle mit Reis (im Kinderdorf)
    • Abend: Kartoffeln mit Spinat und Spiegelei (3 Soles)
  • Samstag:
    • Frühstück: 2 Brötchen (0,4 Soles)
    • Mittag: 2 Ciabata mit Tomate und Käse (4,50 Soles)
    • Abend: Kartoffeln mit Spinat und Spiegelei (Vortag)
  • Sonntag:
    • Frühstück: Porridge (Packung 400g für 4,30 Soles)
    • Mittag: 2 Brötchen mit Tomate und Käse (0,50 Soles, Käse vom Vortag) sowie später Porridge
    • Abend: Spinatlasagne (auf Einladung der Freiwilligen, Danke!)
  • Gesamtausgaben: 46,60 Soles

Zusätzlich musste ich am Samstag zu einem Therapiekurs nach Cusco (Fahrtkosten 11 Soles) und am Sonntag Klettern und Fotografieren (Fartkosten 9,5 Soles).

Man merkt, die Ausgaben steigen plötzlich immens! Ohne die Fahrtkosten habe ich in zwei Wochen somit 79,70 Soles ausgegeben und bin nur knapp über den 35 Soles pro Woche. Mal schauen ob ich das in den kommenden zwei Wochen wieder „reinholen“ kann.

Ausgabenliste 23.01.-29.01.

Und hier kommt die Ausgabensliste in meinem „Armutsprojekt„. Insgesamt hatte ich noch viele Restbestände, die ich nicht kaufen musste. Damit fängt die erste Woche gleich noch verzerrter an..
INFO: Ein Euro sind ca. 3,5 Soles.

  • Montag (ich war erstmal krank…):
    • Frühstück: nix
    • Mittag: Nudelsuppe (aus Restbeständen)
    • Abend: Reis mit Gemüsebrühe (aus Restbeständen)
  • Dienstag:
    • Frühstück: Joghurt (aus Restbeständen)
    • Mittag: im Kinderdorf zwei kleine Kartoffeln
    • Abend: Reis mit Linsen (aus Restbeständen)
  • Mittwoch:
    • Frühstück: Joghurt (aus Restbeständen)
    • Mittag: Reis mit Linsen (vom Vortag)
    • Abend: Zwei Ciabata (0,5 Soles) mit Tomaten (1/2 Kg; 1 Sol)
    • Sonstiges: Zahnpasta (2 Soles)
  • Donnerstag:
    • Frühstück: 1 Ciabata (0,25 Soles)
    • Mittag: Tallarin Verde (im Kinderdorf)
    • Abend: Vom Chef zum Essen eingeladen worden
    • Sonstiges: Taxi (2 Soles; hatte mein Zimmerschlüssel im Kinderdorf vergessen und musste deswegen abends nochmal hoch und dann runterlaufen. Zum Glück konnte mich nach der Hälfte der Strecke ein Taxi mitnehmen, sonst hätte ich es nicht mehr rechtzeitig zum Chefessen geschafft :))
  • Freitag:
    • Frühstück: 1 Ciabata (0,25 Soles)
    • Mittag: Rotebeetesalat mit Mais (im Kinderdorf)
    • Abend: Kässpätzle (Gemeinschaftsessen; 2 Soles)
  • Samstag:
    • Frühstück: 2 Ciabata (0,5 Soles)
    • Mittag: Brommbeeren vom Feld, Choclo (Mais) vom Feld und Gemüsereis bei einem Freund
    • Abend: Geburtstagsfeier, Eintritt Disco (2 Soles)
  • Sonntag:
    • Frühstück: 1 Ciabata (0,25 Soles)
    • Mittag: Gemüsecurry mit Reis (5,80 Soles)
    • Abend: Gemüsecurry mit Reis
  • Gesamtausgaben:16,55 Soles

Armutsgrenze

Klar, in Peru gibts Armut. Was heißt Armut eigentlich? Laut Wikipedia bezeichnet Armut primär den Mangel an lebenswichtigen Gütern. Die Weltbank sagt, Menschen die täglich wengiger als 1,25 US$ zur Verfügung haben seien arm. Laut Statistiken von der mit der Weltbank assoziierten SEDLAC (Socio-Economic Database for Latin America and the Caribbean) lebten 2010 9,8 % der peruanischen Bevölkerung in extremer Armut (Index hier: weniger als 2,5 US$ täglich). In ländlichen Regionen waren es 2009 sogar 43,9%!
Nach einigen Anregungen (Danke an die WG der Weltweiten Initiative in Huaraz) habe ich diese Woche den Versuch gestartet von 5 Soles täglich zu leben und damit in einem Bereich extremer Armut.
Selbstverständlich ist dieser Versuch nur eine vage Annäherung, denn in diese 5 Soles zählen weder Miet- (300 Soles monatlich), Gas- (10 Soles monatlich), Strom- (50 Soles monatlich) oder Wasserkosten (10 Soles monatlich). Trotzdem denke ich, dass es eine interessante Erfahrung wird, sich nicht einfach immer eine Schokolade kaufen zu können, wenn man gerade Lust dazu hat.

Über weitere Fortschritte bald mehr hier an Ort und Stelle 🙂