The rider

The rider | Filandia, Kolumbien

Streetart Cartagena

Schon an meinem ersten Tag in Kolumbien war ich sehr beeindruckt von der Quantität und Qualität der Streetart in Bogotá. Bei meinem Besuch in Cartagena (und jetzt auch in Cali) konnte ich sehen, dass beeindruckende Bilder nicht nur in der Hauptstadt zu finden sind. Aber seht selbst.

Streetart | Cartagena, Kolumbien

Streetart | Cartagena, Kolumbien

Streetart | Cartagena, Kolumbien

Streetart | Cartagena, Kolumbien

Streetart | Cartagena, Kolumbien

Streetart | Cartagena, Kolumbien

Streetart | Cartagena, Kolumbien

Streetart | Cartagena, Kolumbien

Streetart | Cartagena, Kolumbien

Streetart | Cartagena, Kolumbien

Streetart | Cartagena, Kolumbien

Streetart | Cartagena, Kolumbien

Mönch Kloster Maulbronn

Ich bin mir nicht sicher, ob es der Henker des  Kloster Maulbronns ist oder ein einfacher Mönch. Dieser Mann, den ich beim Mittelalterfest in dem Kloster in Maulbronn aufgenommen habe, könnte beides sein!

Mönch Kloster Maulbronn

Portrait: Señora de los huevos

Heute habe ich es endlich geschafft, eine Frau zu fotografieren, an der ich schon oft vorbeigegangen bin. La señora verkauft in Urubamba hartgekochte Eier mit Kartoffel für umgerechnet 0,30 Euro die Portion. Ich habe also bei ihr gegessen und sie nebenbei etwas ausgefragt. Anschließend durfte ich Fotos von ihr machen. Ich bin schon gespannt, was sie sagt, wenn ich ihr einige Abzüge vorbei bringe

Da ich mich nicht entscheiden konnte, ob mir Farbe oder schwarz-weiß besser gefällt, dürft ihr euch entscheiden 🙂

Señor de Qoyllorit’i

Jährlich im Juni finden sich 10 000de Pilger in der Nähe des 6362m hohen Ausangate ein um zu dem Heiligtum des Señor de Qoyllorit’i zu pilgern. Der Legende nach wurde auf über 1780 ein Junge, in weißen, bischofsgleichen Gewand auf einem über 4800m hoch gelegenen Gletscher gefunden. Als er aber berührt wurde, verwandelte er sich in einen Baccharis-Busch. Aus dem Quechua übersetzt heißt Señor de Qoyllorit’i „Herr des Schneesterns“.

Unsere eigene Pilgerreise begann am 4.6. Mit dem Bus abends nach Cusco (dort noch schnell Handschuhe gekauft) und weiter zum Coliseo Cerrado, wo schon kilometerlange Busschlangen darauf warteten, den Besucherstrom in das 4h entfernte Mahuayani zu kutschieren. Dort kamen wir gegen ca. 1.30 Uhr nachts an. Nachdem wir unsere gesamten Schichten übergezogen hatten, reihten wir uns in den nicht endenden Strom der Pilgernden ein um uns in dieser Vollmondnacht an den Aufstieg zu machen. War die Kälte zuerst noch beißend, wurde uns durch den steilen Weg und die Höhe doch bald wärmer. Nicht desto trotz mussten wir stark gegen Müdigkeit und Anstrengung ankämpfen. Wir freuten uns über jedes der großen Kreuze am Wegrand, da wir von irgendwem erfahren hatten, dass es scheinbar acht Kreuze, im Abstand von je einem Kilometer bis zum Ziel seien (was aber letzten Endes glaube ich nicht ganz stimmte). Nach dem zweiten Kreuz auf jeden Fall kamen wir an einen relativ ebenen Wegabschnitt, wo Zelte aufgebaut waren und heiße Getränke verkauft wurden. Wir freuten uns nach gut einer Stunde Aufstieg (fast 3 Uhr morgens) die erste Pause einlegen zu können.

Unsere Pilgergruppe von links: Ich, Mia, Richard, Marcel, Lena.

Danach ging es beständig weiter, über Stock und Stein, gefrorene Erde und Bächlein, die so manchen Fall provozierten. Immer wieder kamen wir an Ständen vorbei, die wir aber meist links liegen ließen. Als wir gegen kurz nach 5 das Gefühl hatten, jetzt geht es nicht mehr weiter, wurden die Stände und Menschenmassen almählich immer dichter und wir schlossen daraus, dass es nicht mehr weit sein konnte. Nachdem viele der Pilger_innen daran glauben, dass die Opfergaben, die bei einem der letzten Kreuze niedergelegt werden, den Opfernden als Geschenk des Himmels zu teil werden, ist es nicht verwunderlich, dass überall millionen von Dollar sowie Miniatur Autos, Häuser, Diplomabschlüsse, Doktortitel etc. verkauft werden.

Wir aber bahnten uns den Weg weiter nach oben, auf der Suche nach einem etwas wärmenden Plätzchen und einem heißen Getränk. Es dämmerte und gut eine Stunde später (6.30) badeten die ersten Bergspitzen sich im Sonnenlicht.

Tempel des Señor de Qoyllorit’i während des Pilgerfestes.

Leider waren wir von den vorhergehenden Strapazen so erschöpft, dass wir  weder den Tempel von innen besichtigten (die Schlange war ungelogen über 1km lang und vor den Toren des Tempels erinnerte sie mehr an eine Massenpanik), noch zu dem  ca. 1h entfernten Gletscher aufstiegen, auf dem einige der Gruppen, die zu Ehren des Señor de Qoyllorit’i tanzen, sogar übernachten! Richard, Mia und ich schafften es nicht einmal, bis zum Sonnenaufgang zu warten. So machten wir uns leider schon gegen 7h wieder an den Abstieg. Dort wurden wir von dem Ausblick auf die weiße Pracht des Ausangatemassivs belohnt.

Wir ware müde und erschöpft, als wir unten ankamen und froh, nach Urubamba zurück fahren zu können.

Ich weiß nicht ob ich diese Pilgertour empfehlen soll, denn bisher begegnet man angenehm wenigen Gringos und ich würde mich freuen, wenn es so bleibt. Andererseits glaube ich, dass die Mühen viele ganz von allein abschrecken werden und für die wenigen Mutigen, ist es auf jeden Fall eine Erfahrung wert!

Machu Picchu

Am 17.06. war ich, nach 2008, zum zweiten Mal in der alten Ikastadt Machu Picchu. Statt der (super teuren) Anreise mit dem Zug, wählten wir die Alternative mit dem Bus. Dabei spart man zwar einige Taler, nicht jedoch Zeit oder Anstrengung. Von Urubamba aus beginnt die Reise in einem 12-Sitzer (35 Soles, oder wahweise mit dem günstigeren Bus 15 Soles) nach Santa Maria (ca 4h) und anschließend  knapp 1 Stunde nach Santa Teresa. Von dort ging es, nach einem kurzen Mittagessen, in einem Sammeltaxi wiederum ca 1h zu dem Wasserkraftwerk Hidroelectrica. Dort ist Ende Gelände mit Straßen und der Weg geht an den Bahnschienen weiter zu Fuß nach Aguas Calientes (ca 2h).

Was wir nicht wussten: vom Weg aus sieht man die ganze Zeit Machu Picchu (Gipfel in der Mitte des Bildes) und sogar einen Teil der Ruinen (links zwischen den beiden Gipfeln)!

Nachdem wir die Nacht in dem super touristischen Dörfchen verbracht hatten, ging es am nächsten Tag früh los zu dem Weltkulturerbe (mit dem Bus, da wir zu faul zum Hochlaufen waren :)). Wir hatten wunderbares Wetter und ich die Gelegenheit, einige nette Bilder zu schießen.

Wayna Picchu mit Lamas.

Blick auf die Stadt und den Gipfel Machu Picchu von Wayna Picchu.

Standardblick auf Machu Picchu, wie er auf 1000 Bildern und Postkarten zu sehen ist 🙂

Das gibts nur bei mir. Machu Picchu mit Mia und mir 🙂

Inti Raymi

Jährlich ist das Inti Raymi eine der größten Touristenattraktionen in Peru. Tausende Menschen strömen herbei um ein Blick auf die Zeremonie der Sonnwende zu erhaschen. Daher hatte ich leider nur einen schlechten Platz und die meisten Bilder waren für die Tonne. Ein paar soll es aber doch geben 🙂

Zu dem Fest erscheinen nicht nur internationale Touristen, sonder auch nationale und lokale. So hat sich diese Frau wohl mit ihrem besten Sonntagshut geschmückt.

Tänzerin des Inkas.

Die Mumiengruppe.

Die Musikgruppe. Darf natürlich nie fehlen!

Fröhliche Condortänzer.

Menschenmassen auf der Plaza de Armas in Cusco (wo alle Bilder aufgenommen wurden).

San Juan

Am vergangenen Sonntag hats mich am Nachmittag gepackt und ich bin endlich in unser Nachbartal gegangen. Keine 15 min. mit dem Colectivo (Sammeltaxi) ist das Örtchen Yucay von dem aus ich in das Tal starten wollte. Nur mit einer kleinen Flasche Wasser und meiner Kamera bewaffnet machte ich mich auf den Weg, ein wenig Natur zu sehen. Immer wieder dachte ich ans Umkehren, aber der steile uneinsichtige Weg motivierten mich immer wieder aufs Neue, doch noch um die nächste Ecke zu schauen. So stieg ich langsam und gemächlich immer höher in dem engen Tal, ohne zu Wissen, was mich erwartete. Nach ca. einer Stunde wurde der Bachlauf noch steiler als zuvor und bot schöne Fotomotive.

Und hier die unbearbeitete Version. Man sieht, es macht einen Unterschied 🙂

Nochmals eine halbe Stunde weiter und Nachmittagsschläfchen in der Restsonne. Als diese hinter der Bergwand verschwand wurde es kühl und ich machte mich wieder auf die Socken. Weiter nach oben! Dort traf ich dann das erste Mal Menschen (und Esel :)) und ließ mir sagen, dass weitere 15 min. bergauf die Gemeinde San Juan zu finden sei. Das wollte ich mir nun auch nicht entgehen lassen und traf schon bald in dem Dörfchen ein, in dem nach eigenen Aussagen ca 30 Familien leben. Es gibt sogar eine Grundschule und eine Kapelle!

Irgendwo an den Hängen sah ich einen kleinen Jungen, der sich mit einem Stein in der Hand hinter einem Strauch versteckte. Ich fragte mich, was er da wohl mache und näherte mich langsam. Der Junge bemerkte mich nicht, sondern warf den Stein auf irgendetwas, was ich nicht sehen konnte. Nach ein paar Schritten, sah ich, dass er auf (s)eine Kuh gezielt hatte. Ich näherte mich weiter und hatte eines der schönsten Erlebnisse in meiner Zeit in Peru. Der Junge gab mit keiner Miene zu erkennen, dass meine Hautfarbe heller war als seine und bat mich stattdessen, ihm beim treiben seiner Kühe zu helfen. Er fragte mich ganz unschuldig ob ich denn auch mein Vieh triebe und wo denn meine Kühe  seien. Er erzählte mir von wem die Kühe seien, dass man aufpassen müsse, dass sie einen nicht auf die Hörner nehmen, wo seine Mutter wohne und so weiter und so fort. Ich war glücklich als Kuhtreiber und genoss den herrlichen Ausblick auf den Nevado Chicón.

Nach ca.  10 Minuten hatten wir eine Stelle erreicht, an der der Junge (Juan Jerónimo) die Kühe alleine ziehen lassen konnte und ich fragte, ob er ein Foto mit mir machen wolle. Er willigte ein.

Beim Abstieg ins Dorf fragte er mich abermals unschuldigst, wann ich denn vorbei kommen würde um ihm das Foto zu bringen und ich antwortete ausweichend, sobald wie möglich. Nun muss /darf  ich wohl tatsächlich nochmals in das Dorf aufsteigen um Juan Jerónimo das Bild zu überreichen. Ich freue mich und bedanke mich bei ihm, dass er mir den Glauben in eine nicht rassistische Gesellschaft ein Stück zurück gegeben hat.

Virgen del Carmen – Paucartambo

Am 16. Juli ist der Festtag der Virgen del Carmen in vielen Ländern dieser Welt. Eine ganz besondere Huldigung erfährt die Jungfrau in dem kleinen Andendorf Paucartambo wo dutzende verschiedene Tänze von hunderten Tänzer_innen mehrere Tage über aufgeführt werden. Aus dem ganzen Lande kommen Gläubige und Schaulustige angereist, die wenigen Hostals die es gibt sind sofort ausgebucht und viele Leute versuchen erst gar nicht einen Schlafplatz zu bekommen. Nachdem ich es 2008 nicht geschafft habe, nachh Paucartambo zu den Feierlichkeiten zu fahren, war es für 2012 dick im Kalender eingetragen. Zusammen mit einigen Freunden und Bekannten war ich dann von Sonntag bis Montag Nacht vor Ort und habe über 1000 Fotos gemacht 🙂 Ein paar der Besten will ich euch hier zeigen.

Die Hauptattraktion ist eine Statue der Jungfrau, die zu bestimmten Zeiten durch die Straßen geführt wird. Die restliche Zeit empfängt sie die Gläubigen in der Kirche des Dorfes und eine Tänzergruppe nach der anderen tanzt in die Kirche ein um für die Jungfrau zu singen.

Tänzer der Gruppe Ccapac Negra singen für die Jungfrau.

Am Eingang der Kirche stellen die Gläubigen Kerzen ab und der Boden ist zentimeterdick mit Wachs bedeckt.

Bunter Kopfschmuck der Tänzer_innen des für über 90 Jahre vergessenen Tanzes Chunchachas.

Die närrischen Maqt’as sind immer für einen Scherz gut und heitern die wartenden Menschen auf. Ansonsten helfen sie, wo sie gebraucht werden.

Der Tanz erzählt die Geschichte der Bauern der Hacienda Qosñipata im Dschungel, die zum Arbeiten auszogen, mit Malaria zurück kamen und geheilt wurden.

Die Qhapaq Qolla sind recht wilde gesellen und ich habe nie so recht verstanden, wieso sie mit einem Lama unterwegs sind…

Tänzerin der Doctoritos posiert für meine Kamera.

In der Nacht wurden auf dem Hauptplatz von Paucartambo Strohballen verteilt und entfacht. Die Tänzer rannten um die Plaza herrum und sprangen über die Feuer. Hier zu sehen ein Saqra, die Inkarnation des Teufels.

Die Qhapaq Qolla haben scheinbar eine Vorliebe für schöne Frauen und nehmen sie schonmal für ein paar Runden mit. (Man munkelt, dass auch schon so manche Frau verschwunden sein soll, wenn sich niemand nach ihr umgesehen hat. Aber das sind nur Gerüchte, soll aber zeigen, dass nicht jede Tradition immer auch gleich schön, gut und unschuldig ist!!). Wenn sich die „Entführte“ nicht so ganz auf den Tanz einlassen will, kann es schonmal sein, dass sie mit dem Tänzer taumelt (oder gar fliegt…).

Wertvoller Schmuck der Qhapaq Negros.

Höhepunkt des Sonntagabends ist alljährlich das Abbrennen des Feuerwerks. Zuerst werden einzelne kleine funkensprühende Konstruktionen von den Tänzer_innen durch die Straßen getragen, dann geht es richtig los. Ein über 10 Meter hohes, bis zur letzten Spitze mit Feuerwerk ausgestattetes Bambusgerüst wird aufgestellt und entzündet. Alles wackelt und Stück für Stück entzünden sich die verschiedenen Elemente. Funken sprühen und die Masse schwankt zwischen Angst und Bewunderung. Acuh wenn es schön anzusehen ist, bin ich ehrlich gesagt über europäische Sicherheitsnormen froh 🙂

Der Tanz Majeño hat seinen Ursprung in der Tatsache, dass es früher keinen Alkohol in Paucartambo gab, sondern von weit her importiert wurde. Die Tänzer repräsentieren diese Importeure. Der spannendste Teil des Tanzes kommt dann, wenn sich alle Tänzer wie wild umd die eigene Achse drehen und ihre volle Bierflasche über den Köpfen der Zuschauer_innen verteilen.

Der Tanz Waca Waca karikiert den spanischen Stierkampf. Im Bild zu sehen Tänzerinnen und der Stier (rechts).

Ich mit meinem Freund Raul, der für die Negrillos tanzt.

weitere Bilder folgen 🙂 –

Geschützt: Eisenbahnromantik

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