Gioia mit Großeltern

Durch meine neue Arbeit in der Jugendhilfe in München komme ich leider nicht mehr so viel zum Fotografieren gerade. Aber das hat auch Vorteile. So kann ich einige der vergangenen Fototermine aufarbeiten und zur Schau stellen.
Heute will ich euch die Bilder von einem schönen Shooting mit Gioia, ihrem Vater und den Großeltern zeigen aus dem September am Bodensee zeigen. Die Großeltern hatten mich angeschrieben, da ihnen meine Bilder ihres Enkelkindes so gut gefallen haben und gerne weitere Bilder haben wollten. Zunächst war die Stimmung von Gioia sehr dem Wetter angepasst grau und verschnupft. Aber sobald wir die Seifenblasen auspackten erhellte sich der Gesichtsausdruck und ich hatte fast den Eindruck, auch die Wolkendecke wurde lichter.

Gioia, Großeltern und Seifenblasen | Konstanz

Gioia, Großeltern und Seifenblasen | Konstanz

Familiengruß | Konstanz

Kollektion Baby Natur Konstanz

Nachdem ich bereits bei der Eröffnung von dem BabyNatur Laden in Konstanz dabei war ich in der letzten Woche damit beauftragt einen Teil der Kollektion in lebendigen Bildern festzuhalten. Trotz wechselhaftem Wetter hatten wir eine super Stunde am Seerhein und ich denke, die Ergebnisse können sich sehen lassen!

Kinder und Luftballons | Konstanz

An der Schaukel  | Konstanz

Hoch hinaus | Konstanz

Pusteblume | Konstanz

Schwanenfütterung | Konstanz

Schwan | Konstanz

Freude am Seerhein | Konstanz

Die Söckchen | Konstanz

Freude am Seerhein | Konstanz

Und der Schrei

Spaß am Wasser | Konstanz

Spaß am Wasser | Konstanz

Spaß am Wasser | Konstanz

Spaß am Wasser | Konstanz

Spaß am Wasser | Konstanz

Für alle, die nicht aus Konstanz kommen: Es gibt auch einen Onlineshop zum Laden 🙂

Portrait Daniel, Marciela & Luisa

Seit mittlerweile fünf Tagen bin ich nun in Taganga, an der Karibikküste Kolumbiens. Länger als gedacht. Eigentlich wollte ich nur ein paar Aufträge im Internet fertig machen und dann weiterziehen. Aber letzten Endes hat es mir in dem Hostel doch sehr gut gefallen, ich habe nette Menschen kennengelernt und mich einfach wohlgefühlt. Am Strand war ich zwar nicht so oft und es häufen sich die Berichte von bewaffnetem Raub in der Nacht, aber in der Hängematte mit W-Lan lässt sichs leben.

Gestern wurde ich dann von der Köchin / Putzfrau / Frau für alles gefragt, ob ich nicht Bilder von ihrem dreijährigen Sohn machen könnte. Ich habe natürlich sofort eingewilligt. Da Marciela eine Stunde mit dem Motorrad und zwei Stunden mit öffentlichen Verkehrsmitteln entfernt wohnt, rief sie ihre 18-jährige Tochter an und bestellte sie mitsamt ihrem Sohn Daniel auf vier Uhr in das Hostal. Als sie ankamen war Daniel nicht so gut gelaunt und hat die erste halbe Stunde geweint. Ich hab mich schon auf einiges gefasst gemacht. Als ich meine Kamera in Position brachte, bekam ich erst einen sehr kritischen Blick geschenkt. Als ich ihm aber das Bild zeigte, war er doch sehr erfreut und meinte immer wieder „yo yo“ (ich ich). Von da an war er sehr offen für viele Bilder und wollte sie natürlich immer gleich sehen.

Die nachfolgende Fotoserie ist vor meinem Hostal The Alchemist entstanden.

Daniel & Marciela | Taganga, Kolumbien

Daniel telefoniert | Taganga, Kolumbien

Daniel | Taganga, Kolumbien

Daniel | Taganga, Kolumbien

Daniel & Luisa | Taganga, Kolumbien

Daniel mit Schwester und Mutter | Taganga, Kolumbien

Alle waren sehr glücklich mit den Fotos und ich habe mich ebenfalls gefreut, etwas für eine Frau und ihre Familie zu tun, die für einen Tag Arbeit 30.000 kolumbianische Pesos (gut zehn Euro) bekommt.

Und Tschüss

Nachdem ich jetzt schon seit gut einem Monat wieder in Deutschland bin, wird es auch hier ruhig werden. Aber ich will mich mit einem letzten Bild aus unserem Kinderdorf verabschieden. Auf dass es euch gefalle!

Edwin

Tschüss und vielen Dank an alle, die dieses Blog mitverfolgt haben!

San Juan

Am vergangenen Sonntag hats mich am Nachmittag gepackt und ich bin endlich in unser Nachbartal gegangen. Keine 15 min. mit dem Colectivo (Sammeltaxi) ist das Örtchen Yucay von dem aus ich in das Tal starten wollte. Nur mit einer kleinen Flasche Wasser und meiner Kamera bewaffnet machte ich mich auf den Weg, ein wenig Natur zu sehen. Immer wieder dachte ich ans Umkehren, aber der steile uneinsichtige Weg motivierten mich immer wieder aufs Neue, doch noch um die nächste Ecke zu schauen. So stieg ich langsam und gemächlich immer höher in dem engen Tal, ohne zu Wissen, was mich erwartete. Nach ca. einer Stunde wurde der Bachlauf noch steiler als zuvor und bot schöne Fotomotive.

Und hier die unbearbeitete Version. Man sieht, es macht einen Unterschied 🙂

Nochmals eine halbe Stunde weiter und Nachmittagsschläfchen in der Restsonne. Als diese hinter der Bergwand verschwand wurde es kühl und ich machte mich wieder auf die Socken. Weiter nach oben! Dort traf ich dann das erste Mal Menschen (und Esel :)) und ließ mir sagen, dass weitere 15 min. bergauf die Gemeinde San Juan zu finden sei. Das wollte ich mir nun auch nicht entgehen lassen und traf schon bald in dem Dörfchen ein, in dem nach eigenen Aussagen ca 30 Familien leben. Es gibt sogar eine Grundschule und eine Kapelle!

Irgendwo an den Hängen sah ich einen kleinen Jungen, der sich mit einem Stein in der Hand hinter einem Strauch versteckte. Ich fragte mich, was er da wohl mache und näherte mich langsam. Der Junge bemerkte mich nicht, sondern warf den Stein auf irgendetwas, was ich nicht sehen konnte. Nach ein paar Schritten, sah ich, dass er auf (s)eine Kuh gezielt hatte. Ich näherte mich weiter und hatte eines der schönsten Erlebnisse in meiner Zeit in Peru. Der Junge gab mit keiner Miene zu erkennen, dass meine Hautfarbe heller war als seine und bat mich stattdessen, ihm beim treiben seiner Kühe zu helfen. Er fragte mich ganz unschuldig ob ich denn auch mein Vieh triebe und wo denn meine Kühe  seien. Er erzählte mir von wem die Kühe seien, dass man aufpassen müsse, dass sie einen nicht auf die Hörner nehmen, wo seine Mutter wohne und so weiter und so fort. Ich war glücklich als Kuhtreiber und genoss den herrlichen Ausblick auf den Nevado Chicón.

Nach ca.  10 Minuten hatten wir eine Stelle erreicht, an der der Junge (Juan Jerónimo) die Kühe alleine ziehen lassen konnte und ich fragte, ob er ein Foto mit mir machen wolle. Er willigte ein.

Beim Abstieg ins Dorf fragte er mich abermals unschuldigst, wann ich denn vorbei kommen würde um ihm das Foto zu bringen und ich antwortete ausweichend, sobald wie möglich. Nun muss /darf  ich wohl tatsächlich nochmals in das Dorf aufsteigen um Juan Jerónimo das Bild zu überreichen. Ich freue mich und bedanke mich bei ihm, dass er mir den Glauben in eine nicht rassistische Gesellschaft ein Stück zurück gegeben hat.

Taufe Vasco

Am 30.06. war ich zu der Taufe von Vasco eingeladen. In Yucay, fünf Minuten von Urubamba fand die Zeremonie statt.

So eine Zeremonie macht hungrig

Im Kreise der Lieben: Taufpate, Oma, Vasco, Taufpatin, Mutter 🙂

Nach der Kirche wurde im Garten des Restaurants der Mutter (Qanela) gefeiert.

Da freut sich die Partygesellschaft (größtenteils aus Lima).

Rony, Aushilfskoch und Junge für alles entfacht das Feuer.

Und zum Schluss der Fotograf mit Festkind, Mutter und Patin.

Eindrücke Mancora

172 Aniversario de Urubamba

Der Geburtstag einer Provinz wird natürlich groß gefeiert! Am 08.11.2011 gab es einen rießigen Festzug, an dem alle Distrikte von Urubamba sowie Organisationen teilnahmen. Natürlich war auch Corazones para Peru, als eine der größten NROs des Heiligen Tals vertreten. Bei 30° im Schatten warten, bis man endlich dran ist, ist echt kein Spaß! Aber alles der Reihe nach.

Luftballons werden vorbereitet zum Schmücken unseres Pickups.

Da ist natürlich auch unsere Kunstlehrerin Feli fleißig dabei!

Maria Elena mit unseren Herzens-Luftballons vor dem Umzug.

Olinda.

Kinder der ersten Klasse aus einer der Schulen, die von Corazones para Perú unterstützt werden.

Unsere Kinder wissen zu schauspielern!!

Ein Teil unserer Tías und unsere Nachhilfelehrerin für die Kindergartenkinder (unten links).

Auch die Reiter“staffel“ wollte sich präsentieren. In dem Gedränge der Menschen war das gar nicht so ungefährlich. Aber aus dem Respekt der Menschen hatten die Pferde immer relativ viel Platz 🙂

Und wer viel marschiert, hat natürlich auch Hunger! Was gäbs da besseres als die Delikatesse Cuy (Meerschweinchen)?

Und zum Abschluss noch ein Gruppenbild unserer Organisation:

Wawa Wasi

Ein Eindruck aus unserem Wawa Wasi (Kinderkrippe; Wasi(Quetchua) = Haus; Wawa = Keine Ahung…)

Fiesta Huilloc

Letzten Dienstag waren wir alle in Huilloc (einer abgelegenen Andengemeinde, die noch sehr traditionell lebt) bei der Einweihung verschiedener Orte. Unsere Organisation baut dort zum eine Fischzuchtanlage und hilft in einer Schule, für die jetzt ein Speisesaal gebaut wird.

Die farbenfrohe Kleidung lud zum fotografieren ein: