Während unserer Kuba-Reise bin ich immer wieder mit Kubanern in näheren Kontakt gekommen. Dabei waren vor allem die Älteren aufgeschlossen und interessiert. Auf die Frage, ob es sie stören würde, wenn ich ein Portrait von ihnen machen würde, erhielt ich stets die Antwort „warum sollte mich das stören?!?“. In anderen lateinamerikanischen Ländern wie Peru oder Kolumbien waren die Menschen da deutlich zurückhaltender und wollten oft Geld, da sie schon so oft von irgendwelchen Touristen ungefragt abgeschossen wurden.

In der Big Bang Cafeteria in Cienfuegos aßen wir das beste Frühstück während der gesamten drei Wochen in Kuba. Es gab frisches Obst und Säfte, Waffeln, überbackene Brötchen, Kaffee, alles. Bedient wurden wir von der immer fröhlichen Susanna.

Portrait Kellnerin | Cienfuegos, Kuba

 

Von Anfang an war ich fasziniert von den kleinen Tiendas, den Läden in denen die lokale Bevölkerung die Sachen für den täglichen Bedarf in lokaler Währung kaufen. In mindestens jeden zweiten Laden musste ich hineinschauen und das Angebot evaluieren. Oftmals standen Regale leer oder enthielten nur ein Produkt. Nahezu immer gab es Flaschen des lokal hergestellten Rums für umgerechnet 3-4 Euro. Und die Ladenbesitzer waren immer Unikate. Den folgenden Ladenbesitzer traf ich bei Sonnenuntergang beim Wischen seines Ladens an. Gerne unterbrach er seine Arbeit und bot mir einen Schluck Rum an. Gerne sagte ich zu und er schenkte aus einem großen Kanister ein.

Portrait Ladenbesitzer | Sancti Spiritus, Kuba

 

Reparaturen gehören in Kuba zum täglichen Leben wie Essen und Trinken. Immer geht etwas kaputt. Immer kann es irgendwie repariert werden. Hier auf dem Bild ist ein Universitäts-Dozent zu sehen, wie er sein betagtes Gefährt wartet. Er sprach mich an, da er meinte, in mir einen der Austauschstudenten der Hochschule wiedererkannt zu haben, dem er Tags zuvor auf dem Campus geholfen hatte.

Portrait Mechaniker | Sancti Spiritus, Kuba

13. Juni 2016

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